Domäne I: Menschen (People)
- Eine gemeinsame Vision entwickeln, mit den wichtigsten Stakeholdern abstimmen und aktuell halten
- Konflikte managen: Ursachen und Kontext analysieren, Lösungsstrategie umsetzen, gemeinsame Teamregeln durchsetzen
- Das Projektteam führen: Erwartungen und Rollen klären, das Team befähigen, einen passenden Führungsstil wählen, unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven nutzen
- Stakeholder einbinden: identifizieren, analysieren, Kommunikation zuschneiden, Vertrauen aufbauen und Einfluss nehmen
- Erwartungen von Stakeholdern sowie internen und externen Kunden abstimmen, steuern und die Zufriedenheit überwachen
- Wissenstransfer im Projekt sicherstellen
- Kommunikation planen und managen: Kommunikationsstrategie, Transparenz, Feedbackschleifen, Berichte für Sponsoren und Governance
Domäne II: Prozess (Process)
- Integrierten Projektmanagementplan erstellen: Bedarf und Komplexität bewerten, Vorgehensmodell empfehlen (prädiktiv, agil oder hybrid), Aufwand und Ressourcen schätzen, datenbasiert entscheiden
- Projektumfang definieren, mit den Stakeholdern vereinbaren und strukturieren
- Wertorientiert liefern: Wertbeiträge priorisieren, inkrementell liefern, Nutzen messen
- Ressourcen planen und optimieren; Beschaffung planen und steuern: Vertragsarten, Verhandlungsstrategie, Lieferanten und Verträge
- Projektfinanzen planen und steuern: Finanzbedarf, Risiko- und Kontingenzreserven, Ausgabenverfolgung, Abweichungen
- Qualität planen und sichern: Qualitätsanforderungen, Einhaltung von Vorschriften, Qualitätskosten und Nachhaltigkeit, kontinuierliche Verbesserung
- Terminplan passend zum Vorgehensmodell erstellen und steuern: Meilensteine, Abhängigkeiten, Story Points, Basisplan, Abweichungsanalyse
- Projektstatus bewerten: Kennzahlen, Artefakte pflegen, Fortschritt kommunizieren
- Projekt oder Phase abschliessen: Abnahme, Übergabe an den Betrieb oder die nächste Phase, Lessons Learned und Retrospektiven
Domäne III: Geschäftsumfeld (Business Environment)
- Projekt-Governance festlegen: Strukturen, Regeln, Ethik und Richtlinien, Erfolgskennzahlen, Eskalationswege
- Compliance planen und steuern: Anforderungen zu Sicherheit, Gesundheitsschutz, Nachhaltigkeit und Regulierung, Folgen von Nichteinhaltung
- Änderungen steuern: Änderungssteuerungsprozess, Status kommunizieren, Dokumentation nachführen
- Hindernisse beseitigen und Probleme lösen; erkennen, wann aus einem Risiko ein Problem wird
- Risiken planen und managen: identifizieren, analysieren, Risikoregister führen, Massnahmen umsetzen – auch bei IT-Sicherheits- und Nachhaltigkeitsrisiken
- Kontinuierliche Verbesserung mit Lessons Learned und Aktualisierung der Prozessvermögenswerte der Organisation (OPAs)
- Organisatorischen Wandel unterstützen: Unternehmenskultur einschätzen, Auswirkungen auf das Projekt bewerten
- Veränderungen im externen Umfeld (Regulierung, Technologie, Geopolitik, Markt) beobachten und ihre Auswirkungen auf Umfang und Backlog priorisieren
Prüfungsvorbereitung
- Aufbau der PMP-Prüfung: 180 Fragen in 240 Minuten, darunter Fall- und Szenariofragen sowie grafikbasierte Fragen
- Prädiktive, agile und hybride Ansätze in allen drei Domänen (rund 40 % prädiktiv, 60 % agil und hybrid)
- Zulassungsvoraussetzungen und Antrag bei PMI